Handy-Virus verbreitet sich per MMS
Diese Woche ist ein neuer Handy-Virus in Umlauf gekommen, der sich selber per MMS, also Kurznachrichten mit Bildern oder Audio-Daten, verbreitet.
"Commwarrior.A" versucht dabei, sich an möglichst viele Personen aus dem Handy-Adressbuch zu verschicken, bzw. über Bluetooth auf andere Geräte zu gelangen.
Texte wie "3DGame from me. It is Free", "New Dr.Web antivirus for Symbian OS. Try it" oder "Porno images collection with nice viewer" sollen den Empfänger dazu bringen, den Anhang zu installieren.
Wie auch der zuletzt aufgetretene Handy-Virus "Cabir" befällt "Commwarrior.A" Mobiltelefone mit dem verbreiteten Symbian-Betriebssystem der Serie 60.
Im Gegensatz zu Computer-Viren haben Handy-Viren bisher so gut wie keinen Schaden angerichtet. "Cabir" hat es etwa in den sechs Monaten nach seinem Aufkommen gerade einmal in 16 Länder geschafft.
"Cabir" gelingt Sprung über großen TeichUneingeschränkte Verbreitung
Die Sicherheitsfirmen sehen auch in diesem Virus keine große Gefahr, da er keine Schadensroutine ausführt.
F-Secure-Chef Mikko Hypponen spricht aber vom Anbruch einer neuen Ära: "Es ist revolutionär, weil bisherige Handy-Viren durch ihre Verbreitung per Bluetooth lokal eingeschränkt waren." Laut Hypponen wurde der Ursprung von "Comwarrior.A" in Russland ausgemacht.
Handy-Riese Nokia, der derzeit 48 Prozent an Symbian hält, sieht die Branche für den Kampf gegen die Viren-Bedrohung am Handy gut gerüstet. "Wir können von den Erfahrungen der PC-Welt profitieren", so ein Sprecher.
