19.02.2005

HANDYVIRUS

"Cabir" gelingt Sprung über großen Teich

Der weltweit erste Handyvirus "Cabir" hat es nun, acht Monate nach seiner Geburt auf den Philippinen, in "freier Wildbahn" bis in die USA geschafft.

In insgesamt zwölf Ländern [von China bis Großbritannien] ist der Virus, der Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Symbian OS über die Bluetooth-Schnittstelle befällt, bisher aufgetaucht.

"Cabir" ist zwar insofern harmlos, als er keinen Schaden auf dem befallenen Gerät anrichtet, doch gibt er einen ersten Vorgeschmack auf das Angriffspotenzial von Handyviren.

Im Schaufenster eines Handyshops

Entdeckt wurde "Cabir" in einem Schaufenster eines Handyshops in Santa Monica, Kalifornien.

Zwei Nokia Modelle 6600, die dort ausgestellt waren, wurden offenbar von einem vorbeigehenden Passanten mit infiziertem Bluetooth-Handy mit dem Virus angesteckt.

Der Betroffene muss dabei nicht einmal von der Infektion gewusst haben, denn für seine Verbreitung sorgt der Wurm selbstständig, indem er nach anderen Bluetooth-Handys Ausschau hält und an diese eine Kopie von sich selbst verschickt.