Intel will Steuererleichterungen in den USA
Der Chipriese Intel verhandelt derzeit mit mehreren US-Bundesstaaten um Steuererleichterungen in Millionenhöhe.
Ansonsten, so die unausgesprochene Drohung, würde Intel seine umfangreichen Investments ins Ausland verlagern.
Das Unternehmen fährt derzeit schwere Lobbying-Geschütze in Arizona und Oregon aus. Ziel ist, die Steuerlast signifikant zu verringern. Gleichzeitig schwärmt das Intel-Management von Ländern wie China, Singapur und Malaysien, die kostenloses Bauland und Steuerferien in Aussicht stellen.
Kritiker bemängeln, dass Intel die lokalen Behörden so lange gegeneinander ausspiele, bis die Steuerlast gegen Null sinkt. "Wenn wir nichts investieren, zahlen wir erst recht keine Steuern", kontert Steven Grant, Vizepräsident bei Intel und zuständig für die milliardenteuren Chipfabriken.
Irland streicht Subventionen an Intel"Intel weiterhin glücklich machen"
"Wir wollen progressiv bleiben und Intel weiterhin glücklich machen", beeilt sich auch Boyd Dunn, Bürgermeister von Chandler in Arizona, zu versichern. In diesem Vorort von Phoenix beschäftigt Intel rund 10.000 Mitarbeiter und will auch weiter expandieren.
In Oregon will Intel ein Steuererleichterungsprogramm genannt "Strategic Investment Program" erneuert wissen - es läuft im Jahr 2014 ab. Die Steuererleichtungen seien notwendig, um weiter in Oregon investieren zu können, argumentiert das Unternehmen.
In New Mexico will man sich ebenfalls mit Intel gut stellen. Der Bundesstaat hat bereits eine Anleihe in der Höhe von zwei Milliarden Dollar versprochen.
