Irland streicht Subventionen an Intel
Die irische Regierung zieht die bereits garantierten Subventionen an den US-Chiphersteller Intel wieder zurück.
Das berichtet die "Irish Times". Mit der Streichung der Zuschüsse in Höhe von 170 Mio. Euro will die Regierung eine Untersuchung der EU-Wettbewerbskommission abwenden, die durch die Unterstützung einen unfairen Vorteil für Intel befürchtet.
Intel plant in Irland einen Ausbau der bereits existierenden Chipfabrik in Leixlip, durch den etwa 400 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Die nötigen Investitionen hierfür betragen 1,6 Mrd. Euro.
Künftige Investitionen werden "überdacht"
Intel sagte, dass das Projekt auch ohne die irischen Subventionen
durchgeführt werden wird. Künftige Investitionen in Irland müssten
allerdings gut überdacht werden.
EU billigt Liberalisierung in IrlandDie zugesagte Hilfe der Regierung war ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Standortes. Seit 1989 hat Intel in Irland bereits 218 Mio. Euro an staatlichen Subventionen erhalten.
Derweil kritisierte die irische Regierung die harte Linie der EU-Kommission. Sie befürchtet, dass hierdurch weitere große Projekte nicht nur in Irland, sondern in der gesamten EU beeinträchtigt werden könnten.
