"Self-Cooking-Center" ersetzt Koch
Der technische Fortschritt erobert endgültig die Küche und damit ist nicht der Kühlschrank mit Internet-Anschluss gemeint, der seit Jahren periodisch durch die Medien geistert.
Die Großgastronomie und vor allem Catering-Firmen setzen auf "Self-Cooking-Center", um damit Personalkosten einzusparen. "Morgen hat der Koch frei, da kocht der Hausmeister", war auch das Motto der "Koch-Shows" auf Deutschlands größter Fachmesse Internorga, die noch bis 9. März in Hamburg läuft.
Gericht und jeweils gewünschter Bräunungsgrad lassen sich per Knopfdruck auswählen, das weitere erledigen die "Self-Cooking-Center" selbst. Neben der Temperatur wird auch die Luftfeuchtigkeit im Ofen automatisch reguliert.
Der britische Catering-Ausrüster Cookware bietet für Strom oder Gasbetrieb gleich zwölf verschiedene Kochcenter an, die in der Menüführung mehr als übersichtlich und ab 7000 Euro erhältlich sind. Die teuersten Modelle kosten das Dreifache.
Cookwares Cooking CenterEin "Kaffeeautomat der Zukunft"
Statt des obligaten Kühlschranks ist auf der Internorga diesmal ein Internet-gesteuerter "Kaffeeautomat der Zukunft" zu sehen. Das eigentlich Praktische am Schweizer Modell "Tiger", dürfte freilich die automatische Selbstreinigung sein.
Ein Miniherd, ein so genanntes Auftischgerät, erinnert ein wenig an einen Autopiloten. Der "Küchenmeister" stellt nur einmal die gewünschte Temperatur ein, und dieser "Kochkurs" wird dann stundenlang gehalten.
Die Internorga"Schnitzelmaster" gegen den Trend
Gegen den Trend steuert eine mechanische Erfindung aus Niederbayern, der "Schnitzelmaster". Das Fleisch wird einfach durch zwei Kunststoffrollen gekurbelt und auf diese Weise gedehnt. Rund 2000 Schnitzelmaster wurden schon in alle Welt verkauft. Eine motorgetriebene Variante, das Modell "Schnitzelmaster Turbo", ist im Planungsstadium.
In Chicago ging ein Experimental-Gastronom schon einen Schritt weiter. Ein Tintenstrahler mit Geschmacksstoffen druckt Delikatessen auf essbares Papier.
Pizzen aus Papier
