P2P-Streit landet vor oberstem Gericht
Der Kampf der Musik- und Filmindustrie gegen Tauschbörsen wie Grokster und Morpheus ist in den USA mittlerweile vor dem Obersten Gerichtshof gelandet.
Während die Industrie beklagt, dass die P2P-Börsen den Diebstahl von urheberrechtlich geschütztem Eigentum fördern, argumentieren die P2P-Betreiber, dass die Industrie Innovationen hemmt.
Sollten die Tauschbörsen, wie von der Industrie angestrebt, dafür verantwortlich gemacht werden, welche Daten ihre User dort tauschen, könnte die Industrie Technologiefirmen diktieren, wie Produkte für Copyright-geschütztes Material gemacht werden müssten, so die P2P-Betreiber.
Die Copyright-Inhaber würden bereits seit dem Beginn von Print versuchen, vermeintlich bedrohende Innovationen zu unterdrücken. "Wie oft hat die Unterhaltungsindustrie schon falschen Alarm geschlagen", so Streamcast-Chef Michael Weiss.
Unterstützung haben die Tauschbörsen-Betreiber auch von großen Telekom-Firmen, Elektronikherstellern und Computerwissenschaftlern erhalten.
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Die Unterhaltungsindustrie setzt dem entgegen, dass sie nicht Innovationen behindern wolle, sondern bloß Firmen, die darauf ausgelegt sind, vom illegalen Kopieren ihrer Werke zu profitieren.
"Wir unterstützen alles, was uns mehr Konsumenten bringt, solange dabei die Urheberrechte beachtet werden", so Dan Glickman, Chef der Motion Picture Association of America, dem Interessenverband der US-Filmindustrie.
Mittlerweile haben sich allerdings auch Musiker und Künstler, darunter Steve Winwood, Chuck D und die Gruppe Heart, dagegen ausgesprochen, dass die Tauschbörsen für das Treiben ihrer User verantwortlich gemacht werden.
Sie verurteilen zwar den Diebstahl von Copyright-geschütztem Material, sehen aber in populären Tauschbörsen auch eine legale und entscheidende Alternative, ihre Werke unters Volk zu bringen.
Vor den Tauschbörsen hätten einige wenige große Plattenfirmen und diverse Independent Labels die Verteilung kontrolliert, so ihr Argument, und der Kampf um Plattenverträge sei hart. Was sich für die Plattenfirmen kommerziell nicht mehr rechne, könnten die Musiker über Tauschbörsen direkt anbieten.
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