Ehrung für "Mailüfterl"-Erfinder Zemanek
Der österreichische Computerpionier Heinz Zemanek wurde am Dienstag in Wien vom Österreichischen Verband für Elektrotechnik und der Oesterreichischen Computer Gesellschaft [OCG] mit einem Festakt und von der Republik mit einer offiziellen Auszeichnung geehrt. Der Wiener erhielt dabei das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
Der Techniker Zemanek baute an der Technischen Universität [TU] Wien von 1956 bis 1958 das "Mailüfterl". Der Rechner hatte äußerlich nicht viel mit heutigen Computern gemein: Ohne Bildschirm und Tastatur erfolgte die Ein- und Ausgabe über Lochstreifen, die Ausmaße waren mit mehreren Metern Länge und Höhe beträchtlich.
1961, Zemanek war inzwischen habilitiert, übersiedelte die gesamte Gruppe um den Computerpionier zu IBM. Auch das "Mailüfterl" wurde von IBM dem Staat abgekauft und dem Labor, dem Zemanek bis 1976 vorstand, zur Verfügung gestellt.
Die Forschergruppe konzentrierte sich auf Programmiersprachen und entwickelte die "Vienna Definition Language", die damals größte Programmiersprache, sowie in weiterer Folge die "Vienna Definition Method" und erlangte damit Weltruf.
Seit 1985 ist Zemanek in Pension, hat sich aber nicht zur Ruhe gesetzt und lehrt weiterhin an der TU. Sein "Mailüfterl" steht mittlerweile im Technischen Museum Wien.
Kirche ehrt den "Mailüfterl"-Erfinder
