Spim nervt User von Instant Messengern
Rund 17 Mio. US-Internet-User haben schon Spim, also Spam über Instant Messenger, erhalten. Wie aus einer Befragung des Pew Internet & American Life Project hervorgeht, nimmt die Verbreitung weiter zu.
Von den 134 Mio. US-Amerikanern, die online sind, nutzen rund 42 Prozent oder 52 Mio. User Instant Messaging [IM]. 30 Prozent der IM-User haben bereits Spim erhalten.
IM ist bei jüngeren Usern beliebter als bei älteren. 66 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen IM, während nur 35 Prozent der 30- bis 49-Jährigen IM-Programme wie ICQ oder den MSN Messenger verwenden.
Aus diesem Unterschied ergibt sich auch, dass jüngere Internet-User [unter 30 Jahren] eher Spim erhalten [39 Prozent] als ältere [27 Prozent].
Viren und Würmer
Seit Jahresbeginn haben auch bereits zehn Würmer und ihre
Varianten Instant Messenger von AOL, ICQ und MSN befallen, wie das
Sicherheitsunternehmen Akonix Systems berichtet.
Angriff auf den Instant Messenger"Osama Found" umgeht Buddy-List
Bei IM-Programmen kann der User andere User von der Kommunikation ausschließen und nur von einer Liste von Freunden Nachrichten empfangen ["Buddy-List"]. Das ist ein wesentlicher Vorteil bei der Vermeidung von Spim.
Allerdings hat das Spim "Osama Found" gezeigt, dass diese Barriere umgangen werden kann, berichtet der Marktforscher eMarketer.
"Osama Found" ist eine Kombination aus Spyware und Spam. Der User erhält das Spim von einer Adresse auf seiner "Buddy-List". Es enthält den Hinweis "Osama Found" und einen Link zu einer Fake-Nachrichtenseite. Diese Website verlangt die Installation einer "News-Software".
Wenn der User vor der Installation die Lizenzvereinbarung nicht ausführlich liest, verschickt sich das Spim an alle Adressen der "Buddy-List" weiter. Die meisten User lesen die Lizenzvereinbarungen offenbar aber nicht, eMarketer sieht daher für IM-User einen dringenden Informations-Bedarf über Spim.
In den USA ist erstmals eine Person wegen des Versendens von Spam über Instant Messenger festgenommen worden.
Erste Festnahme wegen "Spim"-Versands
