Angriff auf den Instant Messenger
Seit Jahresbeginn haben bereits zehn Würmer und ihre Varianten Instant Messenger [IM] von AOL, ICQ und MSN befallen, wie das Sicherheitsunternehmen Akonix Systems berichtet.
Das ist drei Mal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Laut Akonix wird die Zahl der Angriffe auf IM-Nutzer im Laufe des Jahres weiter ansteigen, deshalb sollten vor allem Unternehmen ihre Angestellten über mögliche Virusattacken und Spam über Instant Messaging aufklären.
AOL erhob im Herbst erstmals Klage gegen einen "Spimmer", also einen Versender von Spam-Meldungen über Instant-Messaging-Systeme. Ein kommerzieller Anbieter habe massenhaft Werbung an die Nutzer des AOL-Services geschickt, so der Konzern.
AOL klagt erstmals "Spimmer"Gefahr wurde unterschätzt
Die Sicherheitsunternehmen befürchten, dass das Ausmaß zum gleichen Problem werden könnte, wie es bei E-Mails bereits der Fall ist. Um der steigenden Bedrohung Herr zu werden, haben einige IM-Anbieter bereits eine Sicherheitsallianz geschlossen.
Microsofts MSN Messenger war erst kürzlich von einem Wurm betroffen, der sich über ein Bild von einem gegrillten Huhn mit Bräunungsstreifen verbreitete.
Akonix hatte zu Jahresbeginn vorausgesagt, dass sich derartige Angriffe heuer verdreifachen und vor allem Firmen-Netzwerke betreffen werden. Nun befürchtet man, die Gefahr sogar unterschätzt zu haben.
