Telefonica schluckt Internet-Tochter Terra
Der spanische Telekom-Konzern Telefonica absorbiert seine Internet-Tochter Terra.
Damit wird das Ende von Terra, einem Symbol des Internet-Booms Ende der 90er Jahre, sechs Jahre nach der Gründung des Unternehmens besiegelt. Die Verwaltungsräte von Telefonica und Terra beschlossen am Mittwoch in Madrid, beide Unternehmen mit einem Aktientausch zu fusionieren.
Damit geht die Internet-Tochter vollständig in den Mutterkonzern Telefonica auf.
Terra hatte 1998 auf dem Höhepunkt des Internet-Booms alle Rekorde gebrochen. Beim Börsenstart stieg der Aktienwert binnen eines Tages von knapp zwölf Euro auf mehr als das Dreifache. Im Februar 2000 erreichte die Terra-Aktie mit 139 Euro den Höhepunkt.
Lycos geht für ein Hunderstel an Südkorea
Die Übernahme des US-Internetportals Lycos für 12,5 Mrd. Dollar
im Jahr 2000 bedeutete für Terra den Anfang vom Ende. Vier Jahre
später verkauften die Spanier das Portal für ein Hundertstel an die
südkoreanische Gruppe Daum. Heute ist die Terra-Aktie nur noch gut
drei Euro wert.
Terra verschachert Lycos nach Südkorea
