Musikindustrie "im Zombie-Stadium"
Tim Renner, ehemaliger Deutschland-Chef von Universal Music und nun Betreiber des Radiosenders Motor FM, übte abermals Kritik an der Antipiraterie-Strategie der deutschen Musikindustrie. Das berichtet die musikwoche.de.
Die deutsche Branche befinde sich "im Zombie-Stadium", da noch immer keine Antworten auf illegale Downloads und Piraterie gefunden wurden, erklärte Renner.
"Das Problem der Musikindustrie ist doch, dass sie nicht akzeptieren will, dass das klassische Geschäftsmodell endgültig passe ist," so Renner weiter in der BBC-Sendung "The Music Biz".
Schon bei seinem Universal-Abschied machte Renner reinen Tisch. "Die Musikindustrie hat das Problem einer Industrie, der es zu gut gegangen ist." Dabei sei das Internet vielmehr "ein Gottesgeschenk, da jeder Mensch dort Musik nach seinem Geschmack finden kann".
Universal-Chef kritisiert MusikbrancheDer Geschäftsführer des deutschen Bundesverbands Phono, Peter Zombik, sieht das naturgemäß ganz anders.
"Die Branche hat keineswegs die Kontrolle über den Musikmarkt verloren. Tatsächlich ist es doch eher so, dass der Markt speziell im deutschen Repertoire-Bereich ziemlich erfolgreich ist," so Zombik zur musikwoche.de.
