Energieversorgung für den Mond
Bis der Traum vom Urlaub am Mond Wirklichkeit wird, werden wohl noch viele Jahre vergehen. Doch US-Forscher von der Universität Houston haben nun eine neue Möglichkeiten zur Energieversorgung am Mond gefunden.
Ihnen ist es nun erstmals gelungen, Solarzellen-Komponenten aus Mondstaub [Regolith] zu produzieren.
"Wir brauchen eine Energiequelle," so der NASA-Forscher David Williams. "Aber die dafür nötige Ausrüstung von der Erde zum Mond zu verschiffen, ist viel zu teuer."
Roboter - natürlich ebenfalls solarbetrieben - sollen nach der Vorstellung der Wissenschaftler die Solarzellen vor Ort, am Mond, herstellen und verlegen.
Universität Houston - Space TechnologyMondstaub zur Hälfte aus Siliziumdioxid
Der feine graue Mondstaub besteht zur Hälfte aus Siliziumdioxid,
der Rest ist eine Mischung aus 12 verschiedenen Metalloxiden,
darunter Aluminium, Magnesium und Eisen.
Neu erwachtes Interesse an RaumfahrtNoch schwacher Wirkungsgrad
Das Team um Alex Freundlich hat nun in einer Vakuum-Kammer die Solarzellen-Produktion simuliert.
Dafür wurde das Granulat "JSC-1", das in seiner Zusammensetzung mit dem von den Apollo-Astronauten mitgebrachten Mondstaub identisch ist, zu einem glatten, glasartigen Plättchen eingeschmolzen.
Diese Regolith-Plättchen erwiesen sich als glatt und auch stark genug, um als Trägermaterial für die Solarzelle zu fungieren.
Zwar verfügen die Mond-Solarzellen über einen wesentlich geringeren Wirkungsgrad [ein Prozent] als herkömmlich produzierte, welche 20 Prozent der einstrahlenden Energie verarbeiten. Doch die Forscher stört dies nicht - schließlich ist auf der Mondoberfläche [noch] genug Platz.
