Betrug mit Telefonsex aufgeflogen
Bei Ermittlungen gegen einen groß angelegten Telefonsex-Betrug haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Deutschland sieben Büros, Wohnungen und Rechtsanwaltskanzleien durchsucht.
Der 50 Jahre alte Geschäftsführer einer Hamburger Firma soll als Hauptverdächtiger in mehr als 900 Fällen Rechnungen zu angeblichen Monatsabonnements für "Erotik-Dienstleistungen" versandt haben, teilte die Hamburger Polizei mit. Die Zahl der Geschädigten sei noch nicht ermittelt.
Das Unternehmen warb in Zeitungen, im Teletext und im TV für Telefonsex. Sobald ein Anruf erfolgte, stellten Mitarbeiter der Firma die Anschlussinhaber fest. Dann versandten sie an diese Rechnungen von jeweils 65,95 Euro, weil angeblich mit dem Telefonat ein Monatsabonnement für den Zugang zu telefonischen "Erotik-Dienstleistungen" abgeschlossen wurde.
Unterlagen und Computer sichergestellt
Nach 901 Anzeigen wegen Betrugsverdachts ließ die Hamburger
Staatsanwaltschaft am Freitag Firmenräume des 50-Jährigen in Hamburg
sowie Büros der für die Firma tätigen Rechtsanwälte und Inkassobüros
in anderen Orten durchsuchen. Dabei wurden Unterlagen und Computer
sichergestellt. Die Auswertung der Beweismittel werde längere Zeit
in Anspruch nehmen, hieß es.
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