Kalifornien greift P2P-Betreiber an
In den USA hat der kalifornische Senator Kevin Murray [Demokrat] nun einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Tauschbörsen-Anbieter ins Visier nimmt.
So soll die Verbreitung von Peer-to-peer-Software [P2P] unter Strafe gestellt werden, wenn der Anbieter nicht dafür sorgt, dass kein urheberrechtlich geschütztes Material über die Software getauscht werden kann.
Ein Verstoß soll mit einer Geldstrafe von 2.500 Dollar und bis zu einem Jahr Haft geahndet werden können.
Der GesetzesentwurfAuch der Oberste US-Gerichtshof beschäftigt sich derzeit damit, ob die Tauschbörsen-Betreiberauch für Raubkopien über Online-Tauschbörsen die Verantwortung tragen.
Entscheidung über Online-TauschbörsenGefahr für technische Innovationen
Die Tauschbörsen-Unternehmen kritisierten den Enwurf als Innovations-hemmend und möglicherweise nicht verfassungskonform.
"Senator Murray hat sich die Fakten nicht genau angeschaut, bevor er diese törichte Gesetzesvorlage eingebracht hat, die aus vielen Firmen, die Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum nach Kalifornien bringen, einfach Kriminelle machen würde," so StreamCast-Chef Mike Weiss.
Bisher hatten US-Gerichte immer abgelehnt, Netzwerke wie Grokster oder Morpheus zu schließen, die es den Nutzern erlauben, Musik und Filme kostenfrei gegenseitig herunterzuladen.
Zur Begründung hieß es, die Netzwerke dienten auch legitimen Zwecken.
