Virgin-Flüge ins All werden konkreter
Die von Virgin-Boss Richard Branson angekündigten Passagier-Flüge ins All werden immer konkreter. In weniger als drei Jahren werden die ersten dreieinhalbstündigen Ausflüge ins All starten.
Auch Anmeldungen gibt es bereits genügend: 13.500 sind laut Branson bereit, die Kosten von 190.000 Dollar für einen Flug im "Virgin Galactic Spaceliner" zu zahlen.
Branson hat nun den Auftrag erteilt, fünf Spaceliner in Serie herzustellen. Insgesamt bietet ein Raumschiff acht bis neun Passagieren Platz.
Ehe die Passagiere sich auf den Weg ins All machen, müssen sie im "Space Camp" in der Mojave-Wüste drei bis vier Tage Training absolvieren, um sich auf die Schwerelosigkeit einzustellen, die beim hundert Kilometer hohen Flug über die Erdoberfläche auftritt.
Die georderten Raumschiffe sind eine Weiterentwicklung des "SpaceShipOne", das Anfang Oktober 2004 den ersten privaten Weltraumflug absolviert. Optisch wird die Weiterentwicklug nichts mehr mit dem Basismodell gemein haben, da die Stabilität der Flügel korrigiert werden muss.
Erste Details zu "SpaceShipTwo"Landung als Federball
Nach dem Training heben die Passagiere mit dem Mutterschiff "Eve" ab, ehe sich das Raumschiff mit dreifacher Schallgeschwindigkeit davon trennt und weiterfliegt. "Nach dem Allausflug verwandelt sich das Raumschiff in einen riesigen Federball und tritt so sicher in die Erdatmosphäre ein", erklärt Branson.
Anders als bei den NASA-Raumschiffen entstehe dabei wesentlich weniger Hitze. Das mache einen Flug wesentlich sicherer, zeigt sich Branson überzeugt. Dass ein Restrisiko bestehen bleibe, sei logisch, denn jede Pioniertat sei damit verbunden.
Richard Branson wird gemeinsam mit seinen Eltern und seinen beiden Kindern den Jungfernflug im "Virgin Galactic Spaceliner" bestreiten. Seine Frau könne sich mit der Idee aber nicht so recht anfreunden.
