"Schlauer" Roboter lässt extern denken
In Südkorea wurde nun der laut Angaben schlaueste Roboter vorgestellt, der wie ein Mensch denken und lernen können soll.
Dazu nutzt NBH-1 aber nicht die Rechenkapazitäten an Bord, sondern ist mit einer externen Recheneinheit über ein drahtloses Netzwerk verbunden. Alle taktilen und visuellen Eindrücke werden an den Computer geschickt, der dann die notwendigen Reaktionen berechnet.
Damit soll der Roboter nicht nur schneller und besser reagieren könne, auch seine Lernfähigkeit soll dadurch wesentlich höher sein, da die notwendigen Rechenkapazitäten jederzeit beliebig erweitert werden können.
Der Roboter erkennt seinen Chef und kann visuelle und akustische Signale wie auch menschliche Bewegungen aufspüren und analysieren sowie nachmachen.
Es sei der erste Netzwerk-basierte humanoide Roboter der Welt, stellte You Bum-Jae vom staatlichen finanzierten Südkoreanischen Institute of Sciene and Technology [KAIST] den 1,5 Meter großen und 67 Kilogramm schweren Bot vor.
Roboter auf dem Weg zur AutonomieLangsamer als Asimov
Beim Anblick einer 10.000 Won-Banknote [rund acht Euro] erwiderte er bei seiner Vorstellung: "Das ist ein 10.000-Schein, den die Menschen gerne haben würden."
Laut den Entwicklern ist die Bewegungsfähigkeit des Roboters im Gegensatz zu Hondas Asimov allerdings als eher eingeschränkt zu bezeichen. Der Roboter bewegt sich nach vorne, hinten und diagonal mit einer Höchstgeschwindigkeit von 0,9 Kilometer pro Stunde, während Asimov bereits mit drei Km/h joggen kann.
Im Dezember wurde vom Korea Advanced Institute of Science & Technology [KAIST] ein weiterer koreanischer Bot namens HUBO vorgestellt, der mit 41 Gelenken alle fünf Finger an jeder Hand unabhängig voneinander bewegen kann. HUBO bewegt sich 1,25 Kilometer pro Stunde.
