EBay hilft beim E-Schrott sammeln
Das Online-Auktionshaus eBay hat eine Koalition geschmiedet, die den Konsumenten bei der Entsorgung von alten PCs, Fernsehern und anderen Elektrogeräten behilflich sein soll.
Die so genannte "Rethink Initiative", der sich unter anderem Gateway, Apple, HP, IBM und Intel angeschlossen haben, soll Informationen über das Recycling von Elektroschrott liefern und den Leuten helfen, intakte, aber nicht mehr benötigte Geräte zu spenden.
Kernstück der Initiative ist eine Website, die Informationen über Recycling liefern und den Konsumenten den Kontakt zu örtlichen Entsorgungsfirmen und Wohltätigkeitsorganisationen ermöglichen soll. "Die Hälfte der US-Haushalte haben elektronische Geräte, die noch intakt sind aber nicht mehr gebraucht werden", so eBay-CEO Meg Whitman im Rahmen der Consumer Electronics Show in Las Vegas.
Nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner werden täglich rund 133.000 PCs entsorgt. Der Markt für die Entsorgung von Elektromüll entwickelt sich zu einem zukunftsträchtigen Geschäft. Vor allem die Wiederverwendung von Kupfer aus alten PCs, Handys und sonstigem Elektronikschrott ist offenbar hochprofitabel.
Richtlinie zu E-Müll bringt MehrkostenInklusive Hintergedanken
Die Initiative ist laut Whitman aber auch nicht ganz uneigennützig. "Solange wir keine marktbasierte Lösung entwickeln, werden sich die Regulierungsbehörden einschalten."
Im US-Bundesstaat Kalifornien wurde erst vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das die Händler verpflichtet, von ihren Kunden eine Gebühr von sechs bis zehn Dollar auf elektronische Produkte zu erheben. Diese Gebühr soll die Kosten der zukünftigen Entsorgung decken.
Die EU-Mitgliedstaaten müssen bis Mitte 2005 die EU-Richtlinie über Elektronik-Altgeräte in die Praxis umsetzen. Die Richtlinie verpflichtet Hersteller zur umweltgerechten Entsorgung ihrer Geräte. Schweden ist derzeit führend im Recycling von Elektroschrott. In Österreich übernehmen einige Handybetreiber sowie die Caritas kostenlos die Altgeräte.
EBay Rethink
