Kursrutsch an der NASDAQ
Schlechte Nachrichten - nämlich die Herbstufung von Amazon, Dell und die Furcht vor weiter steigenden Zinsen haben die US-Börsen gestern auf Talfahrt geschickt. Hauptbetroffen war die Technologiebörse NASDAQ, die mit einem Minus von 2,06 Prozent schloss.
Beschleunigt wurde die Talfahrt noch durch eine Inflationswarnung der US-Notenbank am Nachmittag.
Amazon und Dell, die eigentlichen Auslöser, waren mit minus 5,35 bzw. 3,04 Prozent nicht die am härtesten Betroffenen. Am schlechtesten erging es dem ohnehin im Tiefflug befindlichen Papier von Sun Microsystems mit 9,39 Prozent Verlust.
Der Rutsch setzte sich gleichmäßig quer durch Hard- und Software, Online-Handel oder Netzwerkausrüster fort.
Cisco, AMD, Intel
Cisco schrieb 3,93 Prozent Verluste, etwa gleichauf mit
Mitbewerber Juniper [3,80], AMD traf es mit minus 5,60 Prozent
härter als den Rivalen Intel, der [1,99] in Verlusten etwa gleichauf
mit der NASDAQ insgesamt schloss.
Der Tagesverlauf im HandelDer Chip-Verfall
Während die IT-Branche das Jahr 2004 generell recht gut
überstanden hatte - vor allem die letzten drei Monate eben - setzte
bei den Chipherstellern der Kursverfall mit begleitendem Pessimismus
schon im September ein.
Kursrutsch bei den ChipherstellernDie Reihe der Verlierer
Rund um die Vierprozent-Verlustmarke reihten sich Google wie Yahoo und Novell ein, Oracle erging es mit minus 2,61 Prozent nur etwas glimpflicher.
Alleine Apple konnte sich über kleine Gewinne freuen, nachdem JP Morgan seine Prognose dank robuster Umsätze des iPod und der Macs im Dezember angehoben hatte. Die Aktie legte um fast ein Prozent zu und auch das Microsoft-Papier hielt sich über der Null [0,37 Prozent].
"Die Herabstufung von Dell und Amazon hat den Sorgen über die diesjährigen Aussichten der Technologie-Unternehmen neue Nahrung gegeben", sagte Sam Rahman von Baring Asset Management.
"Vor der Bilanzsaison und den Arbeitsmarktzahlen, die später in der Woche vorgelegt werden sollen, bleiben die Anleger vorsichtig", fügte er hinzu. Das US-Arbeitsministerium soll die neusten Zahlen am Freitag vorlegen.
Google war 2004 der Überflieger an der NASDAQ
