25.12.2004

ÖIAG

Österreichische Lösung für TA-Verkauf

Die österreichische Staatsholding ÖIAG wird nach dem geplanten VA Tech-Verkauf an Siemens endgültig schuldenfrei sein, erklärten die ÖIAG-Vorstände Peter Michaelis und Rainer Wieltsch in einem Interview mit der "Kronen Zeitung".

Bei weiteren Verkäufen wolle man "darauf achten, dass es österreichische Kernaktionäre gibt", betonte Michaelis.

Darüber hinaus hat die ÖIAG für diese Legislaturperiode nur noch einen Privatisierungsauftrag für die Telekom Austria [TA]. Nach dem Verkauf von weiteren 17 Prozent hält die Staatsholding jetzt noch 25 Prozent an der TA, für die die ÖIAG im kommenden Jahr zwei Varianten prüfen will.

Variante eins: Die Anteile werden an eine österreichische Aktionärsgruppe verkauft. "Es gibt genug privates Kapital in Österreich. Da wird es schon welche geben, die sich für die Telekom interessieren", so Michaelis.

Schuldenstand de facto bei Null

Der Verkauf zu dem von Siemens gebotenen Preis von 55 Euro je VA Tech-Aktie würde der ÖIAG für ihre 14,7 Prozent an dem Linzer Technologiekonzern rund 125 Mio. Euro einbringen.

Die ÖIAG-Schulden - zu Beginn 2000 noch 6,29 Mrd. Euro - würde so auf rund 500 Mio. Euro reduziert. Ziehe man die begebenen Wandelanleihen für Voestalpine und TA ab, liege der Schuldenstand aber dann de facto bereits bei null, schreibt die "Krone".