Anti-Spam-Gesetz bleibt ohne Wirkung
Seit knapp einem Jahr ist in den USA ein eigenes Gesetz gegen unerwünschte Werbe-Mails in Kraft, doch laut aktuellen Beobachtungen zeigt dies bis dato noch keine Auswirkungen.
Die USA führen mit einem Anteil von 42 Prozent noch immer die Liste jener Staaten an, aus denen die meisten Spam-Mails kommen, so der Sicherheitsspezialist Sophos.
"Als wir den ersten Bericht im Februar vorstellten [bei dem die USA ebenfalls auf dem ersten Platz lagen, Anm.], galt noch die Ausrede, dass das Gesetz erst seit drei Monaten in Kraft war", meint Graham Cluley von Sophos.
Ein Jahr und Millionen von Spam-Mails später sei klar, dass das Can-Spam-Gesetz nicht zur Eindämmung der Spam-Flut beigetragen habe, so seine Schlussfolgerung.
Auf Platz zwei und drei liegen laut Sophos Südkorea und China, die zusammen aber nur halb soviel Spam-Mails verschicken als aus den USA kommen.
USA sind Spam-Land Nummer einsZombie-Rechner mit Breitband
Laut Sophos nutzen zahlreiche Spammer manipulierte Rechner mit Breitbandverbindung, um ihre Werbemails zu verschicken.
Das könnte eine Erklärung für die hohe Platzierung Südkoreas auf der Liste sein, denn Südkorea ist das Land mit der höchsten Breitband-Penetration. Demnach werden rund 40 Prozent aller Spam-Mails von Zombie-PCs verschickt.
Eine Studie des Marktforschungsinstituts Forrester Data zeigt, dass Spam-Mails für die Versender kommerziell sehr erfolgreich sind.
Über ein Viertel der Empfänger von Spam-Mails in Deutschland hat bei einem Versender der dieser Werbemails schon einmal eingekauft, ergab eine repräsentative Befragung, die im Auftrag der Business Software Alliance [BSA] durchgeführt wurde.
