09.12.2004

BSA SAGT

Spam-Mails schaden Online-Handel

Unerwünschte Werbebotschaften sind nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Forrester Data für die Versender kommerziell sehr erfolgreich.

Über ein Viertel der Empfänger von Spam-Mails in Deutschland hat bei einem Versender der dieser Werbemails schon einmal eingekauft, ergab eine repräsentative Befragung, die im Auftrag der Business Software Alliance [BSA] durchgeführt wurde.

Der Studie zufolge erhalten 90 Prozent aller deutschen Internetnutzer regelmäßig unerwünschte Mail-Offerten zu einer Vielzahl von Waren und Dienstleistungen. Software-Angebote werden dabei am ehesten gelesen: Rund 32 Prozent der erhaltenen Mails werden geöffnet und studiert.

Spam gefährde allerdings den regulären Online-Handel, so die BSA.

Gestörtes Vertrauen

Obwohl die Online-Umsätze im deutschen Weihnachtsgeschäft auf 3,9 Milliarden Euro gestiegen seien und damit EU-weit einen Anteil von 29 Prozent erreicht hätten, fürchteten immer mehr Verbraucher auf Grund von Spam-Mails um die Sicherheit ihrer Daten, so die BSA.

Jeder zweite Befragte gehe davon aus, dass die persönlichen Daten weiter gegeben werden. 46 Prozent meiden Spam-Software-Angebote wegen der möglicherweise in den erstandenen Programmen enthaltenen Viren.

"Das Internet als solches droht seine dynamisierende Wirkung für die Wirtschaft zu verlieren, wenn Verbraucher sich aus berechtigter Sorge vor kriminellen Machenschaften zurückziehen", so Georg Herrnleben von der BSA.