21.12.2004

WETTBEWERB

Sony kurbelt Chip-Produktion an

Sony will in den kommenden zwei Jahren 430 Millionen Euro investieren, um die Kapazität seiner Chip-Produktionsstätten im Süden Japans zu steigern. Vor allem will man dadurch mehr Chips für den Einsatz in hauseigenen Produkten produzieren.

Auf diesem Weg soll die Abhängigkeit von Standardkomponenten der Auftragshersteller verringert und eine bessere Abgrenzung zu Produkten der Konkurrenz erreicht werden.

In Kumamoto werden 359 Millionen Euro investiert um einen neuen Produktionszweig zu eröffnen und optische Sensoren für den Einsatz in Digitalkameras fertigen.

Umstrukturierung bei Sony Deutschland

Sony Deutschland will unterdessen nach Rekordverlusten und striktem Sanierungskurs im laufenden Geschäftsjahr wieder "schwarze Zahlen" schreiben. Der Umsatz werde um 50 Millionen auf voraussichtlich 950 Millionen Euro sinken.

"2005 werden wir dann wieder deutlich die eine Milliarde-Grenze überschreiten und wollen ein profitables Wachstum", sagte Sony Deutschland-Chef Wolfdieter Griess.

Das derzeitige Weihnachtsgeschäft laufe gut. "Bei den Digitalkameras, bei Computern und bei Flachbildschirmen haben wir sogar Verfügbarkeitsprobleme bekommen", sagte Griess.

Der Prozess des Stellenabbaus sei bis zum Ende des Geschäftsjahres beendet. "Bis zu 31. März werden bei Sony Deutschland 600 Mitarbeiter beschäftigt sein, 300 Stellen wurden abgebaut oder verlagert", sagte Greiss.