Kritik an umstrittener Online-Jobbörse
Die Online-Jobbörse der deutschen Bundesagentur für Arbeit [BA] bleibt in der Kritik:
Bei 44 Prozent der Suchabfragen fehlte es nach einem vorläufigen Bericht des Bundesrechnungshof an der Eignung der Bewerber oder der Umsetzung ihrer Wünsche. Das berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus". Nach Angaben einer BA-Sprecherin vom Samstag ist der "virtuelle Arbeitsmarkt" seither stark verbessert worden. Er werde auch weiterhin optimiert.
Die Vermittlungschancen hätten sich durch die neuen Programme, die nicht einmal die BA-Mitarbeiter selbst "in gebotenem Umfang" benutzten, "nicht verbessert", hieß es laut "Focus" in dem Prüfbericht. Deshalb moniere der Rechnungshof: "Bislang hat die BA 98 Millionen Euro für die Bereitstellung der Programme erbracht, aber keine deutliche Verbesserung der Qualität erreicht."
Fehler bei Dokumentation, Risikomanagement,
Kostenkontrolle
Innenrevisoren hatten nach einem Bericht vom November zahlreiche
Fehler bei der Auftragsvergabe bei der Online-Jobbörse festgestellt.
Auch seien die Projektkosten falsch berechnet worden. Den
Projektverantwortlichen seien Fehler bei der Dokumentation, dem
Risikomanagement und bei der Kostenkontrolle des Virtuellen
Arbeitsmarktes unterlaufen.
Arbeitslosen-Software arbeitet wieder
