13.12.2004

IN DEN USA

Schönwetter-Spionage für Satelliten

Eine neues, hochgeheimes Kommunikationsystem von nicht-entdeckbaren Spionagesatelliten [stealth stallites] erregt derzeit die Gemüter im US-Kongress.

Der zuständige Senatsausschuss für Geheimdienst-Angelegenheiten hat bis jetzt vergeblich versucht, das 9,5 Milliarden Dollar teure Projekt zu kippen.

Laut New York Times vom Samstag würde das System - es soll die Kapazitäten des "National Reconnaissance Office" verdoppeln - nur bei Tageslicht und klarem Himmel funktionieren.

Dabei beruft sich die NYT auf Informanten aus dem Kreis aktiver und ehemaliger Regierungsbeamter, die mit dem System vertraut sind.

"Unnötig und zu teuer"

Dieser größte Brocken im Gesamtbudget für US-Geheimdienste war den Senatoren erst ganz ohne Erläuterung präsentiert worden, recht lange war nicht einmal klar, dass es sich um ein Satelliten-gestütztes Aufklärungssystem handelt.

Das hatte nicht zuletzt den Widerstand sowohl von republikanischen wie demokratischen Senatoren ausgelöst, die Ausgaben von fast 10 Milliarden Dollar nicht ohne weitere Information verantworten wollten.

Der demokratische Senator John D. Rockefeller IV hatte das Programm "als zu teuer und unnötig" kritisiert, ohne es freilich näher zu spezifizieren.