Ein Satelliten-Störsender für die USA
Im Kampf um die Kontrolle über den Weltraum hat die US-Luftwaffe nun ein neues Waffensystem entwickelt, das die gegnerische Satellitenkommunikation stören und blockieren kann.
Das "Counter Communications System" wurde bereits Ende Oktober auf dem Peterson-Luftwaffenstützpunkt in Colorado Springs in Betrieb genommen.
Die eingesetzte Technik nutzt die Energie elektromagnetischer Wellen, um die Kommunikation über Satelliten vorübergehend zu unterbrechen, ohne die Geräte selbst zu zerstören. Werden die Störanlagen wieder abgeschaltet, können die lahm gelegten Satelliten ihre Arbeit ohne Einschränkungen wieder aufnehmen.
Im Irak-Krieg wurden wahrscheinlich GPS-Störsender eingesetzt, um den US-Streitkräften die Orientierung zu erschweren. Diese haben sich laut US-Militärkreisen jedoch nicht als echtes Hindernis erwiesen.
GPS-Störsender im Irak-KriegMobiler Einsatz möglich
Ziel ist es nach Angaben der Luftwaffe, die Fähigkeiten eines Gegners zur Kommunikation und zur Warnung vor Angriffen zu reduzieren und damit den eigenen Truppen einen Vorteil zu verschaffen.
Der Satelliten-"Jammer" wurde früher als geplant fertiggestellt. Das US-Militär experimentiert bereits seit längerer Zeit mit verschiedensten "Anti-Satelliten"-Waffen wie etwa Lasern, die gegnerische Raumschiffe entweder komplett zerstören oder etwa ihre Sensoren beschädigen.
Das nun in Betrieb genommene System wurde aus kommerziellem Equipment gebaut und besteht aus einer Antenne, Transmittern und Empfängern.
Die Technik für die Störung von Satelliten kann nach Militärangaben auf Fahrzeugen installiert und mobil eingesetzt werden. Über die genaue Funktionsweise der Anlagen hüllt sich das Militär in Schweigen.
In den USA erfreut sich derzeit ein Schlüsselanhänger, der zum Ein- und vor allem Ausschalten von Fernsehern genutzt werden kann, rasanter Beliebtheit.
Ein "Jammer" für FernsehgeräteMilitärische Kontrolle im Weltraum
Seit letztem Jahr wurden insgesamt drei solche Störanlagen entwickelt. Im Finanzjahr 2005 wird ein Budget von insgesamt 6,2 Millionen Dollar für das Projekt zur Verfügung gestellt.
Die militärische Kontrolle des Weltraums ist eines von vier Zielen, die die US-Regierung in der 1996 unter Präsident Bill Clinton formulierten Weltraumpolitik setzte.
Die US-Streitkräfte sollen ungehinderten Zugriff auf den Weltraum und auf weltraumbasierte Dienste haben. Zugleich sollen sie in der Lage sein, ihren Gegnern einen solchen Zugriff zu verwehren.
