Roboter-Fortbewegungsmittel der Zukunft
Der japanische Autohersteller Toyota macht in letzter Zeit immer öfter Ausflüge in die Welt der Roboter. Im Frühjahr hat das Unternehmen auf einer Pressekonferenz einen Roboter präsentiert, der sogar Trompete spielen kann.
Nun zeigte Toyota in Japan seine Vision von robotischen Fortbewegungsmitteln. Zwei Prototypen der futuristischen Gefährte sollen bereits auf der Weltausstellung 2005 in Aichi vorgestellt werden, weiters sind auch so genannte Hilfsroboter und der Auftritt eines Bot-Orchesters in Planung.
Die Einmannfahrzeuge basieren auf umweltfreundlichen Materialien und sind mit "intelligenten" Technologien ausgerüstet. So können sie etwa auf dafür vorgesehenen Fahrbahnen per Autopilot navigieren.
Die Trompete spielenden "Partner-Roboter" besitzen bewegliche Finger und mechanische Lippen und sind 120 Zentimeter groß.
Toyota-Roboter spielt TrompeteZwei Versionen
Konkret gibt es zwei Versionen: "i-unit" ist ein Liegesitz auf vier Rädern. Das Gefährt ist sehr wendig, der Sitz kann je nach Geschwindigkeit auch in eine aufrechte Position verstellt werden. An Bord befindet sich ein persönliches Navigationssystem, das den Insassen mit Informationen und Musik versorgt.
Das zweite Modell "i-foot"sieht aus wei ein Ei auf zwei Beinen und kann mit einem Joystick gesteuert werden. Der "Fahrer" sitzt auf etwa zwei Metern Höhe in das Ei eingehüllt, während die Beine ihn mit 1,35 km/h fortbewegen, dabei ist auch die Bewältigung von Stiegen kein Problem.
Wenn der Insasse den "i-foot" verlassen möchte, werden die Beine einfach nach hinten geklappt, so dass ein bequemes Aussteigen ermöglicht wird.
"Bis jetzt sind es noch Konzept-Fahrzeuge, innovative Ideen, die aber erst in potentielle Produkte umgesetzt werden müssen. Von der endgültigen Produktion sind wir noch ein paar Jahre entfernt", so ein britischer Wissenschaftler.
Die Autoindustrie setzt zunehmend auf Fahrzeuge, die immer mehr mit ihrer Umgebung in Verbindung stehen und selbstständig auf diese reagieren können.
Bei Gefahr greift künftig das Auto einRollstuhl der Zukunft
Die Idee hinter den Toyota-Prototypen ist ein tragbarer Panzer, der nach außen hin schützt, aber auch fortbewegt. Solche tragbaren Panzer wurden bis jetzt vor allem für militärische Zwecke entwickelt.
Toyota geht es dabei aber vor allem darum, dass die Fortbewegungsmittel die menschlichen Fähigkeiten verstärken bzw. erweitern können.
So sieht Toyota in den Prototypen unabhängige Mobilität für ältere und behinderte Menschen. Doch ob genau diese Zielgruppe auf das Design und Konzept der Toyoto "i-vehicles" anspricht, wird sich noch herausstellen.
