09.12.2004

AB 2005

Intel bringt 64 Bit auf den Desktop

Zwar erklärte Intel im Frühjahr noch, 64-Bit-Chips seien frühestens ab 2006 für den Heim-PC-Markt "relevant" - ein Jahr zuvor nannte man gar noch 2008 als Termin - aber nun scheint der Prozessorhersteller den Vorsprung von AMD in diesem Bereich doch nicht länger hinnehmen zu wollen.

Nun gab Intel bekannt, ab 2005 alle seine Desktop-Prozessoren mit 64-Bit-Fähigkeiten auszustatten.

Auch Microsoft plant im nächsten Jahr die Veröffentlichung einer eigenen 64-Bit-Windows-Version für Heimanwender.

AMD längst vorangeprescht

Erzfeind AMD, der seit 2003 entsprechende Chips im Angebot hat, verzeichnete im vergangenen Jahr einen steigenden Marktanteil und höhere durchschnittliche Verkaufspreise, ein Indikator dafür, dass die Prozessoren auch in hochpreisigeren Systemen zum Einsatz kommen.

Ein Vorteil der 64-Bit-CPU ist die Möglichkeit, auf mehr als vier GB Hauptspeicher zuzugreifen.

Derart ausgestattete Rechner werden zwar erst in einigen Jahren zum Standard - aktuell werden durchschnittlich 512 MB verbaut - doch sobald erste Spiele oder andere ressourcenfressende Anwendungen auf den Markt kommen, werden sich wohl auch die ersten Interessenten dafür finden.