03.12.2004

SPIELEN

Virtuelles Tischtennis gegen Computer

Informatiker an der Technischen Universität Chemnitz haben eine virtuelle Tischtenniswelt erschaffen. Wie die TU am Donnerstag mitteilte, tritt dabei ein Spieler mit einem ganz normalen Tischtennisschläger gegen den Computer an.

Gespielt wird mit einem virtuellen Ball auf einer computeranimierten Platte. Ball, Netz und Tischtennisplatte werden durch eine Rückprojektion auf eine Großbild-Leinwand erzeugt. Der Spieler selbst trägt nur eine 3D-Brille.

Wie Stephan Rusdorf von der Professur Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung erläuterte, erzeugen zwei handelsübliche Computer für jedes Auge des Betrachters eine Darstellung der Szene. Diese Bilder würden mit zwei Beamern über einen Umlenkspiegel auf eine vier mal drei Meter große Acrylglasscheibe projiziert.

Alle Tricks möglich

Vier Infrarotkameras nehmen dabei permanent Bilder von reflektierenden Kugeln auf, die an der Brille und dem Schläger des Spielers befestigt sind. Die Bildinformationen nutze das System, um die genaue Position und die Ausrichtung des Spielers sowie des Schlägers zu bestimmen.

Zusätzlich komme ein Dolby-Surround-Soundsystem zum Einsatz, um die Akustik beim Spiel wie etwa den Aufprall des Balls auf den Schläger oder die Platte zu imitieren.

Wie der Informatiker weiter erläuterte, werden alle in der Realität geltenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten beim "Virtuellen Tischtennis" simuliert. So sei es zum Beispiel möglich, den virtuellen Ball wie in einem realen Spiel anzuschneiden.