01.12.2004

ANGEBLICH

Einigung über "Fluchtsteuer" in Sicht

Die Höhe der "Fluchtsteuer" für die Mitnahme der Handy-Rufnummer bei Wechsel des Anbieters soll diese Woche festgelegt werden.

Eine Einigung zwischen den Betreibern und dem Regulator zeichne sich ab, erfuhr die APA aus der heimischen Mobilfunkbranche. Vor eineinhalb Wochen hatte die bisher letzte große Verhandlungsrunde der Netzbetreiber-Chefs stattgefunden, seitdem wird intensiv hinter den Kulissen verhandelt.

Die Schwankungsbreite für die "Fluchtsteuer" liegt derzeit zwischen null [tele.ring und "3"] und 35 Euro [mobilkom austria und One]. Die künftige Regelung soll einen Betrag in der Nähe von zwölf Euro vorsehen, so in die Verhandlungen involvierte Kreise.

Deutschland legt Gebühren fest

Die RTR hatte zuletzt gemeint, eine Einigung liege "in der Hand der Betreiber". Sollte es zu keiner Lösung kommen, seien weitere Schritte der Behörde nur noch "eine Frage von Tagen".

Im Aufsichtsverfahren, das die Telekom-Control-Kommission [TKK] im Oktober gegen die drei großen Mobilfunkbetreiber Mobilkom Austria, T-Mobile und One gestartet hat, steht noch eine Entscheidung aus.

Im Falle einer Einigung ist die Aufsichtsbeschwerde hinfällig. Dauert der Konflikt an und die TKK fällt eine Entscheidung, wird in der Branche wird mit einem jahrelangen Rechtsstreit gerechnet.

In Deutschland hat der Regulator heute die Höhe der Gebühr für einen wechselwilligen Kunden mit maximal 29,95 Euro festgelegt. Dort wurden von zwei Betreibern bisher beachtliche 116 Euro verlangt.