Handy wird nun auch zum Mautticket
Auf drei Sondermautstrecken in Österreich können Mauttickets nun auch über das Handy gelöst werden.
Dabei kann der Kunde mindestens drei Minuten vor dem Passieren der Mautkontrolle sein Ticket lösen, dass das für ein Jahr Gültigkeit hat. Kontrolliert wird die Maut über die automatische Videoerfassung des Kennzeichens, die Durchfahrt ist schrankenlos. Die Kosten entsprechen dem normalen Mautpreis zuzüglich SMS-Gebühr. Auch WAP wird angeboten.
Der Dienst gilt vorerst für die Pyhrn-, Tauern- und Brennerautobahn, im Februar oder März des kommenden Jahres sollen noch die Arlbergstraße und die Karawankenautobahn dazu kommen.
Bis zum Frühjahr des kommenden Jahr sollen alle weiteren Spuren auf den Sondermautstrecken mit Videomaut ausgerüstet werden. Zur Zeit steht nur jeweils die linke Spur zur Verfügung.
Für die Nutzung muss sich der Kunde mit seinem Kennzeichen und der Handynummer bei der mobilkom austria registrieren, grundsätzlich können aber alle Kunden aller Netzbetreiber und Besitzer von Wertkartenhandys den Dienst nützen. De Bezahlung erfolgt über die mobilkom-Tochter Paybox [Registrierung erforderlich] oder die Handy-Rechnung [nur A1-Kunden]
PayboxKeine Ausweitung auf Lkw-Maut
Wird das Kennzeichen nicht erkannt, wird das Auto auf eine "Ausleitspur" geleitet und von einem Mautmitarbeiter geprüft. Dies kann etwa der Fall sein, wenn die Kennzeichen stark verschmutzt sind.
Eine flächendeckende Handy-Videomaut für Pkw sowie eine Abrechnung der Lkw-Maut über das Handy sei laut Autobahnfinanzierungsgesellschaft ASFINAG technisch nicht sinnvoll.
Auch die die Nutzung für Pkw mit Anhänger und Lkw ist nicht möglich, so ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Schierhackl.
Bisher mussten die Tickets für die Videomaut im Internet, bei Vertriebsstellen [im wesentlichen Tankstellen] oder dem Automobilklub ADAC gelöst werden. Es gebe eine stark steigende Nachfrage bei der Videomaut - wenn auch von niedrigem Niveau ausgehend, so Schierhackl.
Insgesamt gebe es ca. 600.000 M-Commerce-Nutzer im Kundenstock der mobilkom. Insgesamt hat die Mobilfunktochter der Telekom Austria gut 3,2 Mio. Handykunden.
Österreicher wollen mit dem Handy zahlenParkschein am meisten genutzt
Die Bezahlung von Dienstleistungen und Produkten über das Handy [M-Commerce] wird laut mobilkom "recht unterschiedlich" angenommen.
M-Parking funktioniert demnach am besten, ca. 140.000 Parkscheine pro Monat würden über das Handy abgerufen. Hier würde man eine Ausdehnung auf ganz Österreich anstreben, es gelte aber noch die rechtliche Basis zu schaffen.
Konzerttickets würden ebenfalls sehr gut angenommen, beim Robbie Williams-Konzert wurden laut Mobilkom rund 20 Prozent der Tickets übers Handy verkauft.
