Deutsche Telekom senkt Personalkosten
Der massive Stellenabbau bei der Deutschen Telekom [DT ist nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zum größten Teil geschafft.
In der Festnetzgesellschaft T-Com seien rund 30.000.überzählige Stellen weggefallen. Die Personalkosten seien auch dadurch im Konzern um eine halbe Milliarde Euro in diesem Jahr verringert worden.
Die Telekom kam laut "Focus" dabei ohne harte Einschnitte wie betriebsbedingte Kündigungen aus. In dem ehemaligen Staatskonzern genießen drei von vier Beschäftigten eine lebenslange Jobgarantie. Als Auffangbecken habe sich seit 2003 die interne Gesellschaft Vivento bewährt, die als eine Art Arbeitsamt für Betroffene neue Jobs sucht oder selbst schaffe.
Erfolgreiche Auffanggesellschaft
Nach Angaben von DT-Personalvorstand Heinz Klinkhammer sei
Vivento "unheimlich erfolgreich". Vivento habe trotz Krise am
Arbeitsmarkt eine Beschäftigungsquote von 84 Prozent. Rund 11.700
der 30.000 früheren Beamten oder Angestellten hätten Vivento bereits
verlassen, mit einem neue Arbeitsplatz außerhalb des Konzerns oder
einem Aufhebungsvertrag in der Tasche.
Monsterprozess gegen Deutsche TelekomVivento rechnet laut "Focus" dieses Jahr mit Einnahmen von 200 Millionen Euro. Zusammen mit Einsparungen von 300 Millionen Euro aus der Einführung der 34-Stunden-Woche und einer Gehaltsnullrunde sinke der Personalaufwand im Konzern 2004 um 500 Millionen Euro auf 13,4 Milliarden Euro. "Damit haben wir die Kosten stärker gesenkt als Daimler, Siemens und VW zusammen", wurde Klinkhammer zitiert.
