Mehr Geld für Chinas Chipindustrie
Die chinesische Regierung erwägt die Einrichtung eines Finanzfonds für Startups der aufkeimenden Chipbranche in China.
Die Unterstützung wird vor allem Chipdesign- und Forschungsunternehmen zugute kommen und gilt als zentraler Teil einer Reihe von stimulierenden Maßnahmen der chinesischen Regierung für den Aufschwung der landeseigenen Chipindustrie. In den Finanzierungstopf sollen rund eine Mrd. Yuan [91,2 Mio. Euro] fließen.
In den vergangenen Jahren hat die chinesische Regierung massive Investitionen in die heimische Chipbranche getätigt, um nicht von den teureren Chipimporten aus dem Ausland abhängig zu sein. Der Umsatz mit Halbleitern in China, inklusive der Chips für Exportprodukte, ist laut "Wall Street Journal" im vergangenen Jahr auf über 28 Mrd. Dollar gestiegen. Allein aus den USA wurden im Jahr 2003 Halbleiterprodukte im Wert von rund zwei Mrd. Dollar importiert.
Das Ende der Planungsphase für den Fonds und ein Start weiterer Maßnahmen werden spätestens für April 2005 erwartet, wenn die Regierung ihre Besteuerungspolitik ändert und die Nachlässe, die sie inländischen Chipherstellern gewährt, fallen lässt.
Einigung im Chipstreit China - USA
