Einigung im Chipstreit China - USA
Die USA und China haben ihren Streit vor der Welthandelsorganisation [WTO] über die Steuerbegünstigungen chinesischer Halbleiterproduzenten beigelegt.
Der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellick sagte am Donnerstag in Washington, China habe eingewilligt, alle neuen Chips und Halbleiterprodukte steuerlich nicht mehr gegenüber Importware zu bevorzugen.
Bis zum 1. April 2005 sollten zudem alle bisherigen Steuerbegünstigungen abgeschafft werden. China erhebt auf Halbleiter 17 Prozent Mehrwertsteuer. Heimische Produzenten können sich diese aber bisher oberhalb eines Basissatzes von drei Prozent zurückerstatten lassen und haben damit einen Wettbewerbsvorteil.
Zoellick betonte, China sei der am schnellsten wachsende Markt für die US-Halbleiterindustrie. "Fortgesetzter Zugang auf diesen Markt ist für die Gesundheit der Branche lebenswichtig."
Nach Angaben des US-Branchenverbandes SIA exportierten US-Firmen 2003 Halbleiter im Wert von zwei Mrd. Dollar [1,6 Mrd. Euro] nach China. Washington war im März vor die WTO gezogen. Es war das erste Mal überhaupt seit dem Beitritt der Volksrepublik zu der Organisation im Dezember 2001, dass Peking dort angegriffen wurde.
Halbleitermarkt wächst zunehmend Halbleitermarkt wächst zunehmend
