27.11.2004

SCHNÜFFELN

Warnung vor US-Pässen mit Funkchips

Die künftigen US-Pässe, die mit einem Funkchip ausgestattet werden sollen, könnten zum elektronischen "Schnüffeln" einladen.

Diese Befürchtung hat jetzt die amerikanische Bürgerrechtsvereinigung American Civil Liberties Union [ACLU] geäußert.

Denn die im Chip gespeicherten Daten könnten nicht nur von den Behörden bei der Passkontrolle automatisch abgelesen werden, sondern möglicherweise aus einer Entfernung von bis zu zehn Metern elektronisch ausspioniert werden.

Abschirmung durch Pass-Hülle

Außerdem sei der Datenschutz nicht gewährleistet, wenn jemand individuelle Daten aus gewisser Entfernung einfach herunterladen könne.

Das US-Außenministerium sieht darin ein durch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen lösbares Problem.

Denkbar sei etwa die Verschlüsselung der Daten im Chip oder seine Einbettung in einen beschichteten Pass-Umschlag, so dass die Daten nur bei Öffnung des Dokuments abgelesen werden können.

Der Chip selbst soll etwa acht Dollar [6,04 Euro] kosten und bis zu 64 KB Daten aufnehmen.