Klagen der US-Filmindustrie auf Eis gelegt
Elf der zwölf Klagen, die die Motion Picture Association of America [MPAA] vergangene Woche gegen Internet-Nutzer eingereicht hat, sind vom Richter William Alsup vorerst auf Eis gelegt worden.
Die Bündelung der zwölf Fälle zu einer Kollektivklage, sei von der MPAA nicht ausreichend nachvollziehbar begründet worden.
Im zugelassenen Fall soll vorerst die Identität des Users über den Internet Service Provider Pacific Bell ermittelt werden.
Die Entscheidung des Richters wurde von der Electronic Frontier Foundation [EFF], einer Bürgerorganisation, die das Vorgehen der Musik- und Filmindustrie gegen die Internet-Tausch-Community heftig kritisiert, sehr begrüßt.
Die Hollywood-Studios gehen davon aus, dass ihnen durch widerrechtliche Film-Downloads jährlich bis zu drei Milliarden Dollar [rund 2,3 Mrd. Euro] verloren gehen.
US-Filmindustrie lässt erste Klagewelle losKlagen gegen unbekannt
Da es schwieriger ist, sich bei Kollektivklagen zu verteidigen, hilft diese Entscheidung den angeklagten Usern, ihre Rechte besser durchzusetzen, so Wendy Seltzer, Anwältin bei EFF. Vertreter der MPAA gaben noch keine Stellungnahme ab.
Die US-Filmindustrie kündigte bereits vergangenen Monat an, in einer ersten Welle etwa 230 User nach dem Vorbild der Musikindustrie zu verklagen.
Die Klagen wurden gegen so genannte "John Does" eingereicht, deren Identität erst im Laufe des Prozesses anhand der IP-Adresse ausgeforscht wird.
