USA nehmen Hightech-Zaun in Betrieb
In Zukunft soll ein virtueller Hightech-Zaun die Grenze zwischen den USA und Mexiko vor illegalen Grenzgängern schützen.
Heimatschutzminister Michael Chertoff erklärte bei einer Inspektion Ende der Woche, das 45 Kilometer lange und von Boeing gebaute erste Teilstück des virtuellen Zauns sei nun fertig und könne in Betrieb genommen werden.
Eigentlich war die Fertigstellung des "Projekts 28" bereits für Mitte 2007 geplant, doch Software-Probleme verzögerten bisher die Inbetriebnahme des vom US-Kongress kritisierten Zauns. Chertoff erklärte nun, dass das 20 Millionen US-Dollar teure Projekt bereits seinen Wert bewiesen habe.
Unbemannte Drohnen als Grenzwächter
Der virtuelle Zaun wurde in der Nähe von Nogales, Arizona, gebaut und soll mit Hilfe von teils auf meterhohen Türmen montierten Sensoren, Kameras, Radarsystemen und auch unbemannten Drohnen illegale Grenzgänger aufspüren. Dieses Jahr soll die Zahl der Drohnen auf sechs, die Zahl der mobilen Radarsysteme von sechs auf 40 Stück erweitert werden, kündigte Chertoff an.
Weitere Zäune geplant
Der amtierende US-Präsident George W. Bush will vom US-Kongress weitere 775 Millionen US-Dollar, um die Südgrenze der USA mit weiteren Zäunen und Überwachungsinstrumenten ausrüsten zu können.
Geplant und bereits in Bau ist unter anderem auch ein rund 1.200 Kilometer langer fester Zaun, der seinerseits bereits Kritik hervorrief, weil er teilweise durch genutztes Gebiet geht und dieses trennt.
Die demokratischen US-Präsidentschaftsanwärter Hillary Clinton und Barack Obama erklärten in ihrer TV-Debatte am Donnerstag, dass dieser Zaun durch weitere technische Überwachungsmaßnahmen ersetzt werden könnte.
Der US-Kongress bemängelt unter anderem, dass das Projekt zu sehr von externen Auftragnehmern abhänge und die Grenzwächter keine "offensichtlichen" Fehler aufweisen durften.
(Reuters)
