Schärferes US-Copyright passiert Senat
Der US-Senat hat einer Verschärfung des geltenden US-Copyrights mit kleinen Abschlägen zugestimmt.
Der auch als "Lex Hatch" bekannte Entwurf sieht in der jetzigen Fassung bis zu drei Jahre Haft für Mitfilmer in Kinos vor sowie härtere Strafen für die unerlaubte Verteilung von Copyright-geschützten Inhalten vor dem offiziellen Release.
Heraus gefallen ist hingegen das unter Strafe stellen des Rausschneidens von Werbung sowie der Pirate Act, der direkte Klagen gegen Verletzer des Copyrights durch den US-Generalstaatsanwalt ermöglicht hätte.
Der Entwurf des "Inducing Infringement of Copyrights Act of 2004" stammt aus der Feder des US-Senators und Copyright-Hardliners Orrin Hatch. Der Republikaner sorgte schon im vergangenen Jahr mit seinem - gescheiterten - Vorschlag, PCs von Raubkopierern einfach zu zerstören, für Wirbel.
Widerstand gegen Copyright-VerschärfungKeine Verleitung mehr
Auch die umstrittene Definition der "Verleitung" zu einer widerrechtlichen Kopie von kopiergeschützten Material als kriminelle Straftat, ist nach Angaben der Electronic Frontier Foundation herausgefallen.
Geschützt werden dagegen "familienfreundliche" Services wie ClearPlay, die gewalttätige oder sexuelle Szenen aus Filmen herausschneidet. Hollywood sieht darin allerdings ebenfalls eine Verletzung seiner Urheberrechte, da die Änderungen ohne vorige Erlaubnis gemacht werden.
Das Gesetz muss nun noch das US-Repräsentantenhaus passieren.
