Wachsende Breitbandnutzung in den USA
Die Zahl der US-Amerikaner, die Breitband-Internet verwenden, hat sich von 2001 bis Ende 2003 verdoppelt.
Das belegt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsministeriums, bei der 57.000 US-Haushalte befragt wurden.
Demnach nutzen knapp 20 Prozent der Haushalte Internet via Breitbandzugang. Die beliebteste Zugangsmethode ist die Kabelverbindung, die von 12,9 Millionen US-Haushalten genutzt wird. DSL hat stark aufgeholt und wird von 9,3 Millionen Haushalten eingesetzt. Der herkömmliche Dial-up-Zugang ist für 38,6 Millionen Haushalte das Mittel der Wahl.
Regierung ist begeistert
Während die Regierung begeistert ist, sind andere Experten
weniger euphorisch und verweisen auf die Fortschritte in Südkorea,
Taiwan und Kanada. Darüber hinaus zeigt der Report starke regionale
Unterschiede und Differenzen im Breitband-Nutzungsverhalten zwischen
der weißen und der farbigen Bevölkerung.
Die Studie im DetailDigitale Kluft
"Die Studie zeigt, dass wir weiterhin einen enormen Unterschied zwischen dem urbanen und dem ländlichen Amerika haben", meint Gregory L. Rohde, oberster Telekom-Berater von Ex-Präsident Bill Clinton.
Außerdem würden nur einer von sieben Schwarzen sowie einer von acht Latinos Breitbandzugang besitzen. Dagegen würden ein Viertel der weißen Haushalte über schnellen Zugang zum Netz verfügen.
In urbanen Regionen verfügen 40,4 Prozent der Haushalte über schnelle Internet-Anbindungen, während die Zahl bei Nutzern auf dem Land weitaus geringer ist. Viele Befragte sagten, dass es keine Breitbandservices in ihrer Region gebe.
"Das ist lausig"
"Das ist lausig", kommentiert Harris Miller, Chef der Information
Technology Association of America. "Wir können mit dem Mitbewerb
nicht mithalten. Wir halten nicht einmal mit Ländern mit, die wir
nicht als Mitbewerb ansehen. Es ist einfach nicht akzeptabel."
Breitband-Boom in den USA hält anDie Studie wurde bereits im September dieses Jahres fertig gestellt, aber erst kürzlich präsentiert.
