Funkchips gegen Medikamentenfälschung
Nach Waren aller Art in Supermärkten sollen nun auch Medikamentenpackungen in den USA mit Funkchips [RFID] versehen werden.
So sollen vor allem potentielle Suchtmittel und stark kopiergefährdete Medikamente vor Diebstahl und Plagiaten geschützt werden, gab die US-Food and Drug Administration [FDA] bekannt.
Viagra-Hersteller Pfizer will sein Produkt ab spätestens Ende 2005 mit Funkchips ausstatten. Purdue Pharma, Hersteller des Schmerzmittels OxyContin, das zuletzt durch den steigenden Missbrauch bekannt wurde, will bereits diese Woche mit der Auslieferung von OxyContin-Packungen mit Funkchips beginnen. Erste Empfänger werden die Handelsketten Wal-Mart und H.D.Smith sein.
Die so genannten RFID-Tags [Radio Frequency Identification] sind passive Funkchips, die auf Verpackungen aber auch Paletten und Kartons angebracht werden und mit einem geeigneten Scanner drahtlos gelesen werden können. Da jeder Chip über einen eigenen Code verfügt, können so Lieferungen bis in die Regale verfolgt werden.
Metro-Testcenter für Funkchips eröffnetVerfolgung bei Diebstahl
Purdue-Sicherheitschef Aaron Graham sieht in den Funkchips vor allem eine Verbesserung der Sicherheit. Wenn die Polizei jemanden mit einigen Flaschen OxyContin schnappe, könne man diese bis zum Geschäft, wo sie gestohlen wurden, zurückverfolgen.
Auch GlaxoSmithKline will in den nächsten zwölf bis 18 Monaten Funkchips auf seinen Medikamentenverpackungen aufbringen.
Die FDA geht davon aus, dass bis 2007 Funkchips eine breite Anwendung bei der Kennzeichnung von Medikamenten finden.
