12.11.2004

PROZESSOREN

Intel setzt auf Centrino-Strategie

Im Kampf um Marktanteile auf dem Desktop-Markt scheint Chiphersteller Intel auf dieselbe Strategie wie anlässlich der Einführung der Centrino-CPUs für Notebooks zu setzen.

Die Plattform namens "East Fork" zentriert sich auf die kommenden Chips "Smithfield" [Dual-Core P4 CPU] und "Lakeport". Auch East Fork soll sein Hauptaugenmerk auf drahtlose Funktionalität mittels WLAN setzen, dabei dürfte allem Anschein nach das "Caswell 2"-Modul bei Lakeport zum Einsatz kommen. "Caswell 2" soll Intels WLAN-Chipset "Calexico 2" beinhalten.

"Smithfield", "Lakeport" und "Caswell" sollen 2005 erscheinen, zeitgleich soll auch East Fork der Öffentlichkeit vorgestellt werden, berichtete Digitimes unter Berufung auf Taiwanesische Motherboard-Hersteller.

"Digital Home"-Konzept

East Fork wird vom Konzept her wenig neues bringen, sondern vielmehr das "Digital Home"-Thema des Herstellers ins Rampenlicht rücken. Damit unterstreicht der Hersteller auch seinen mehrmals geäußerte Absicht, mehr auf Plattformen als auf einzelne CPUs zu setzen.

Damit kann Intel nicht nur die CPUs dem kaufwilligen User näherbringen, sondern auch alle anderen dahinter stehenden und komplementären Zusatztechnologien wie Chipsets. Auch Intels-Abkehr vom Zählen der Megahertz würde so ein Schritt unterstreichen.

Intel kämpft im Halbleitermarkt immer härter mit seinem Hauptkonkurrenten Advanced Micro Devices [AMD]. Das Unternehmen dominiert noch immer den Markt für PC-Chips, doch hat AMD mit technologisch fortgeschrittenen Mikroprozessoren Intel verstärkt Kunden abnehmen können.

Otellinis neue Strategie

Der neue Intel-Chef Paul Otellini, der im Mai den bisherigen Chef Craig Barrett ablösen wird, hatte bereits m September eine Ausweitung der Markenstrategie von Seiten Intels in Aussicht gestellt. Die Schaffung von Plattformen sei ein besserer Weg, um Produkte zu kategorisieren und zu vermarkten, so Otellini.

Der bisher für das Tagegeschäft zuständige Otellini war früher Verkaufschef und hatte als Leiter der Mikroprozessorensparte an der Einführung der Pentium-Chips entscheidend mitgewirkt. Anfang 2002 war er zum Präsidenten und COO [Chief Operating Officer] ernannt worden.