08.11.2004

ECKPUNKTE

Details zur Fusion von T-Online und DT

Der größte europäische Internet-Anbieter T-Online und seine Muttergesellschaft Deutsche Telekom haben eine Grundsatzvereinbarung über die geplante Verschmelzung beider Unternehmen getroffen, die in der zweiten Jahreshälfte 2005 wirksam werden soll.

T-Online teilte am Montag mit, zu den Eckpunkten der Vereinbarung gehörten, dass die T-Online International AG innerhalb der Deutsche Telekom AG als eigenständige organisatorische Einheit mit eigenem Management und eigener Gewinn- und Verlust-Verantwortung fortgeführt werden solle.

Aus der Verschmelzung und der künftigen gemeinsamen Zusammenarbeit seien Wachstumssynergien zu erwarten, die einen "Net Present Value" in der Größenordnung von mindestens rund eine Milliarde Euro haben sollen.

Bessere Marktpräsenz angepeilt

Von der Zusammenlegung von T-Online mit der Telekom-Festnetzsparte T-Com zum Geschäftsfeld Festnetz/Breitband verspricht sich der Konzern eine bessere Marktpräsenz.

Insbesondere bei DSL-Internet-Anschlüssen stehen die Telekom und T-Online in einem scharfen Wettbewerb mit Konkurrenten wie United Internet oder Freenet bei Privatkunden sowie Colt Telecom oder QSC bei Firmenkunden.

Eine Zerschlagung von T-Online sei "nicht beabsichtigt", teilte der Internet-Anbieter weiter mit. Eine Aufteilung der organisatorischen Einheit innerhalb der Telekom "steht bis Ende 2007 in keinem Fall zur Diskussion", hieß es.

Aus Anlass der Verschmelzung seien zudem weder Verschlechterungen zum Beispiel der Altersversorgung der Mitarbeiter noch betriebsbedingte Kündigungen beabsichtigt. Die wesentlichen Betriebsstätten von T-Online Darmstadt, Kiel, Oldenburg und Ulm blieben erhalten