US-Wahl nützt Outsourcing-Branche
Die indische Outsourcing-Branche jubelt über den Wahlsieg des alten und neuen US-Präsidenten George Bush.
In Indien war die US-Wahl mit einiger Besorgnis verfolgt worden, nachdem der demokratische Kandidat John Kerry im Wahlkampf gegen den Outsourcing-Boom zu Felde gezogen war.
Während Kerry das Ende der Steuerstundungen für auslagernde Unternehmen ankündigte, hielt sich Bush, den der demokratische Kandidat für den Verlust von Tausenden US-Arbeitsplätzen verantwortlich machte, zum Thema Outsourcing bedeckt. Sein Beraterstab verteidigte die Auslagerung in Billiglohnländer aber als legitime Form des freien Handels.
Nach dem Bush-Sieg rechnet die indische Outsourcing-Branche nun fest mit einer Flut an neuen Deals.
Die Wirtschaft in Indien erfährt derzeit einen ungeheuren Aufschwung. Beflügelt wird dieser vor allem durch das starke Wachstum der Software- und Mobilfunkindustrie; auch die Automobilbranche erlebt derzeit einen Höhenflug.
IT ist Wachstumsmotor Nummer 1 in IndienWichtig für Gesamtwirtschaft
Schon seit mehr als einem Jahrzehnt lassen US-Konzerne ihre Softwareapplikationen von indischen Anbietern wie Infosys oder Wipro schreiben oder überlassen den Billiganbietern sogar Rechnungswesen und Kundenservices.
Im vergangenen Geschäftsjahr [31. März 2004] hat die indische Outsourcing-Industrie rund 12,5 Mrd. Dollar umgesetzt, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie wichtig die Branche auch für die Gesamtwirtschaft ist, zeigt die Zahl der Angestellten. Insgesamt beschäftigt der Sektor mittlerweile rund 800.000 Mitarbeiter.
