MCI verbucht Milliardenverlust
Der US-Telekomkonzern MCI [früher WorldCom] hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004 einen Nettoverlust von 3,4 Mrd. Dollar oder 10,65 Dollar pro Aktie ausgewiesen.
Hauptgrund für den Rekordverlust waren allerdings Abschreibungen in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar auf die Infrastruktur des Telekomriesen. Ohne die Abschreibungen hätte MCI nach eigenen Angaben einen operativen Gewinn von 121 Mio. Dollar einfahren können, teilte das Unternehmen mit.
Der Umsatz auf dem wettbewerbsintensiven Festnetzmarkt gab gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent nach und belief sich auf 5,08 Mrd. Dollar. In Zukunft will sich der Anbieter vor allem auf die IP-Telefonie konzentrieren und seine Kostenstruktur weiter verbessern. Im abgelaufenen Quartal konnte MCI nach eigenen Angaben seine operativen Kosten deutlich senken.
Im Laufe des ersten Halbjahres hatte MCI, das nach einem Bilanzskandal erst im April dieses Jahres aus dem Insolvenzverfahren entlassen wurde, bereits 12.500 Mitarbeiter gekündigt.
MCI sucht nach potentiellen KäufernIn der zweiten Jahreshälfte soll die Zahl der Angestellten um weitere 3.500 auf dann 41.300 reduziert werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet MCI unverändert mit Verlusten und einem Umsatz zwischen 21 Mrd. und 22 Mrd. Dollar.
