03.11.2004

KOLPORTIERT

MS will Sicherheits-Updates einschränken

Der Softwareproduzent Microsoft wird die bisher kostenlosen Sicherheits-Updates für das Betriebssystem Windows möglicherweise nicht mehr automatisch allen Windows-Nutzern zur Verfügung stellen.

Vor allem Raubkopierer müssten sich darauf einstellen, dass sie künftig vom Support ausgeschlossen oder zur Kasse gebeten werden, berichtet die "WirtschaftsWoche" in ihrer neuen Ausgabe.

"Wenn ich mir ansehe, wie hoch auf manchen Märkten der Anteil der Raubkopien ist, dann frage ich mich derzeit schon, ob alle Updates auch weiterhin uneingeschränkt und ungeprüft allen Windows-Nutzern zur Verfügung stehen sollten", sagte Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer.

Aufwertung durch Service Pack 2

"Im vergangenen August haben wir unsere Windows-Plattform mit einem Servicepaket in Sachen Sicherheit extrem aufgewertet. Das ist ein enormer Aufwand", sagte Ballmer.

Eine Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen. "Aber wir müssen uns schon überlegen, wie wir mit dem Thema in Zukunft umgehen. Dabei müssen wir sowohl sicherheitsrelevante als auch ökonomische Aspekte abwägen."