TA peilt 2005 mehrere Akquisitionen an
Der Generaldirektor der börsenotierten Telekom Austria [TA], Heinz Sundt, erwartet einen allfälligen Markteinstieg in Bulgarien beim Mobilfunkbetreiber Mobiltel und in Bosnien beim Handybetreiber Eronet nicht vor 2005.
Wenn zumindest einige der angepeilten Akquisitionen gelingen würden, würde das jedenfalls einen "signifikanten" Niederschlag auf den Firmenwert der TA haben, so Sundt. Man wolle jedenfalls Wachstumsmöglichkeiten im Ausland nutzen, weil diese im Inland überaus beschränkt seien.
Die TA verfüge auch über die finanziellen Mittel dafür, da man zuletzt sehr sparsam gewesen sei und über eine gute Liquidität verfüge: "Die Flexibilität in finanzieller Hinsicht ist voll gegeben", so Sundt.
Für 2004 strebe die TA nach konservativen Schätzungen einen Nettogewinn an, der deutlich über 135 Mio. Euro und nicht geringer als 180 Mio. Euro sein werde, bestätigte Sundt den Ausblick.
Die Diskussion um die im Zuge der Rufnummernportabilität von mobilkom austria, T-Mobile und One eingeführte "Fluchtsteuer" kritisierte Sundt. Eine Preisregulierung durch den Regulator sei nicht "klug". Der Markt bestehe aus Angebot und Nachfrage und reguliere sich selbst.
Weiter Zank um RufnummernmitnahmeZusammenschluss begrüßt
Zum kürzlich bekannt gegebenen Zusammenschluss der Mitbewerber Tele2 mit UTA Telekom äußerte sich Sundt positív. Er begrüße diese Marktbereinigung, zumal Tele2 auch an der Börse notiert sei, was für eine gewisse Preisdisziplin und eine straffe Unternehmensführung sorge.
Bei dieser Übernahme handle es sich "um einen ersten Schritt der Marktbereinigung" auf Grund des intensiven Wettbewerbs am österreichischen Telekommarkt.
Das neue Unternehmen werde einen Marktanteil um die 25 Prozent halten. Dieser Zusammenschluss werde weitere Preissenkungen im Markt bewirken, allerdings nicht in großem Ausmaß.
Sundt zeigte sich auch "froh" über das Ende der monatelangen Diskussion um eine Ablöse der TA-Vorstände. Nun könne man wieder für die Umsetzung der geplanten Strategie sorgen und sich dem Alltagsgeschäft zuwenden.
TA verlängert Verträge aller Vorstände
