Frankreichs Gendarmen wechseln zu Linux
Nach Office-Programmen und Webbrowsern will die französische Gendarmerie nun auch beim Betriebssystem auf offene Systeme statt Software von Microsoft setzen. 70.000 Rechner werden in den kommenden Jahren umgestellt.
Die dem französischen Verteidigungsminister unterstellte Gendarmerie Nationale wird ihre rund 70.000 Rechner über die nächsten Jahr von Windows XP auf Ubuntu umstellen, erklärte der zuständige Oberst Nicolas Geraud nun bei der Konferenz Solution Linux 2008. Der Übergang soll fließend geschehen.
Auszutauschende Rechner sollen durch einen PC mit Ubuntu als Betriebssystem ersetzt werden, so Geraud. Für dieses Jahr rechnet er damit, dass 5.000 bis 8.000 Rechner umgestellt werden - bis spätestens 2014 sollen dann alle rund 100.000 Gendarmerie-Beamten mit Ubuntu arbeiten.
Kostenfrage als Kriterium
Für den Wechsel nannte Geraud drei Gründe: Erstens die Befreiung aus der Abhängigkeit von einem großen Anbieter, zweitens die Übernahme der Hoheit über das Betriebssystem und drittens die Kostenfrage.
Die Gendarmerie erhofft sich durch die Aufgabe von proprietärer Software Einsparungen in der Größenordnung von sieben Millionen Euro.
Zudem sei das Linux-Interface derzeit vergleichbaren Betriebssystemen für den professionellen Einsatz voraus, erklärte Geraud.
Bereits seit 2005 arbeitet die Gendarmerie Nationale mit Open Office, seit 2006 nutzt sie Firefox und Thunderbird.
(AFP)
