07.10.2004

TEMPO 200

Justiz soll Fall des "Zwangsrasers" klären

Nach einer Überprüfung des Fahrzeugs hegt Autobauer Renault Zweifel, ob der "unfreiwillige Autobahnraser" wirklich wegen einer Elektronikpanne eine Stunde lang unkontrolliert mit Tempo 200 über Frankreichs Autobahnen fahren musste.

Renault werde den Sachverhalt gerichtliche klären lassen, teilte der französische Autokonzern am Mittwoch in Paris mit. Sollte der Raser die Geschichte erfunden haben, muss er mit Schadenersatzforderungen rechnen.

Renault erklärte, alle elektronischen, hydraulischen und mechanischen Funktionen des Fahrzeugs seien am Mittwoch überprüft worden. Dabei sei "keine Funktionsstörung festgestellt" worden. "Das Bremssystem, das kein Zeichen ungewöhnlicher Abnutzung zeigt, das Gaspedal, die Motorgruppe und der Geschwindigkeitsregler arbeiten alle einwandfrei."

Folgen für den Ruf

Besorgt wegen der "Folgen dieser Affäre für den Ruf seiner Produkte" habe Renault beschlossen, den Fall von der Justiz klären zu lassen.