Autoelektronik zwang Fahrer zum Rasen
Ein Autofahrer ist wegen einer Elektronik-Panne in seinem Wagen über eine Stunde lang mit 200 Kilometern pro Stunde in Frankreich über die Autobahn gerast.
Erst dann gelang es ihm, den Chip-Schlüssel herauszuziehen und den Motor zu stoppen, hieß es nach Angaben der Polizei bei Riom.
"Ich habe mit aller Macht auf die Bremse getreten, es ist nichts passiert", erzählte der unfreiwillige Raser.
Der Renault Vel Satis verfügt statt einem Zündschlüssel über ein so genanntes "Keyless Entry & Drive"-System, bei dem eine EC-Karten-ähnliche Chipkarte den Fahrer authentifziert.
"Das Auto erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 190 bis 200 km/h und der Fahrer konnte weder bremsen noch den Motor abstellen", hieß es.
Mehr über das Chipkarten-SystemRenault: "Sehr unwahrscheinlich"
Als der 30 Jahre alte unfreiwillige Raser feststellte, dass der elektronische Geschwindigkeitsregler seines Renault Vel Satis defekt war, alarmierte er per Handy die Polizei, die zur Verfolgung ansetzte.
Erst nach "vielen Versuchen" habe er die Chipkarte entfernen können. Daraufhin habe das Auto allmählich an Geschwindigkeit verloren. 20 Kilometer vor einer Mautstelle konnte er das Auto dann stoppen.
Renault-Chef Louis Schweitzer kommentierte die Panne mit den Worten: "Sehr unwahrscheinlich."
