Linux-Entscheid als"knieweiche Antwort"
In einem Mediengespräch am Mittwoch forderte die Technologiesprecherin der Wiener Grünen, Marie Ringler, die Schaffung eines beim Wirtschaftsförderungsfonds angesiedelten Open-Source-Kompetenzzentrums für Linux.
Die bisherige Vorgehensweise der Stadt Wien, etwa die Hälfte aller PC-Arbeitsplätze für Linux bei freier Wahl umzurüsten, nannte Ringler als "knieweiche Antwort".
Mit dem Kompetenzzentrum, das vor allem die Ausschreibungen koordinieren und präzisieren wie auch einen Show-Room für Interessierte betreiben soll, könnte in weiterer Folge auch das Wirtschaftsprofil Wiens mehr Konturen gewinnen.
Insbesondere hob sie Unterstützungen bei internationalen Messen wie auch Vernetzungs-Hilfestellungen für die meist kleinen Unternehmen in dieser Branche hervor.
Linux-Umstieg in Wien und MünchenSPÖ reagiert
SPÖ-Gemeinderat Andreas Schieder reagierte sofort auf die Aussagen von Ringler: "Den Grünen ist offenbar noch nicht aufgefallen, das Wien schon längst ein Kompetenzzentrum im Bereich Open Source Software ist - das zeigt auch die zuletzt vereinbarte Kooperation mit der Stadt München in diesem Bereich. Die Stadt Wien hat insgesamt rund 16.000 PC-Arbeitsplätze und bereits seit vielen Jahren Open Source Software im Serverbereich im Einsatz."
