25.09.2004

ANSARI X PRICE

Kanadier sagen privaten Weltraumflug ab

Im von einigen Pannen geprägten Rennen um den mit zehn Millionen Dollar dotierten "Ansari X Price", hat nun ein weiteres Team seinen Starttermin verschoben.

Das Preisgeld bekommt derjenige, der zwei Mal innerhalb von zwei Wochen mit einem privatfinanzierten Raumflugzeug eine dreiköpfige Besatzung sicher 100 Kilometer weit ins Weltall und zurück zur Erde bringt.

Insgesamt 26 Teams aus sieben Ländern treten dabei gegeneinander an. Bisher war jedoch noch niemand erfolgreich.

Das kanadische "Da Vinci Project Team", das einen Start seines Raumflugzeugs "Wild Fire" für den 2. Oktober angekündigt hatte, gab am Freitag bekannt, den Termin nicht wahrnehmen zu können.

Schlüsselkomponente fehlt

Das Raketenflugzeug des kanadischen Teams sollte von dem weltgrößten wieder verwendbaren Helium-Ballon in eine Höhe von 24,4 Kilometern gehoben werden und von dort aus starten.

Nun konnten aber wichtige Schlüsselkomponenten, konkret geht es dabei um eine vier-achsige Drahtspule, nicht rechtzeitig geliefert und eingebaut werden.

Zuvor hatte das Team Probleme, weil es keine Versicherung finden konnte, die das Projekt versichern wollte. Nach dem Medienrummel rund um den Wettbewerb meldete sich jedoch eine europäische Versicherung, die dem Team ihre Unterstützung zusagte.

Auf einen neuen Termin wollte sich Projektleiter Brian Feeney jedoch nicht festlegen, er teilte jedoch mit, dass Teile der Boden-Crew Anfang Oktober zum Startplatz in Kindersley aufbrechen und erste Vorbereitungen treffen werden.

"SpaceShipOne" bleibt Favorit

Unterdessen ist für den 29. September ein neuerlicher Start des "Space Ship One" geplant. Obwohl ein erster Flug erfolgreich verlief und das Raumschiff die 100-Kilometer-Marke überschritt, waren während des Fluges einige Probleme aufgetreten.

Hinter dem Projekt stehen die Raumfahrtlegende Burt Rutan und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen.

Das Team, in das rund 20 Millionen Dollar investiert wurde, gilt weiter als Favorit auf den Sieg.

Weitere Teams haben zwar Raumflugzeuge in Entwicklung wollen jedoch abwarten, wie "SpaceShipOne" sich nächste Woche schlägt, bevor sie in die finale Entwicklung gehen.