Kanadier sagen privaten Weltraumflug ab
Im von einigen Pannen geprägten Rennen um den mit zehn Millionen Dollar dotierten "Ansari X Price", hat nun ein weiteres Team seinen Starttermin verschoben.
Das Preisgeld bekommt derjenige, der zwei Mal innerhalb von zwei Wochen mit einem privatfinanzierten Raumflugzeug eine dreiköpfige Besatzung sicher 100 Kilometer weit ins Weltall und zurück zur Erde bringt.
Insgesamt 26 Teams aus sieben Ländern treten dabei gegeneinander an. Bisher war jedoch noch niemand erfolgreich.
Das kanadische "Da Vinci Project Team", das einen Start seines Raumflugzeugs "Wild Fire" für den 2. Oktober angekündigt hatte, gab am Freitag bekannt, den Termin nicht wahrnehmen zu können.
Die Stifter des im Mai 1996 ausgelobten Preises wollen damit dem Weltraumtourismus den Weg ebnen. Die zwei Weltraumflüge müssen bis Jänner nächsten Jahres absolviert werden.
Zweiter Privat-Raumflieger drängt ins AllSchlüsselkomponente fehlt
Das Raketenflugzeug des kanadischen Teams sollte von dem weltgrößten wieder verwendbaren Helium-Ballon in eine Höhe von 24,4 Kilometern gehoben werden und von dort aus starten.
Nun konnten aber wichtige Schlüsselkomponenten, konkret geht es dabei um eine vier-achsige Drahtspule, nicht rechtzeitig geliefert und eingebaut werden.
Zuvor hatte das Team Probleme, weil es keine Versicherung finden konnte, die das Projekt versichern wollte. Nach dem Medienrummel rund um den Wettbewerb meldete sich jedoch eine europäische Versicherung, die dem Team ihre Unterstützung zusagte.
Auf einen neuen Termin wollte sich Projektleiter Brian Feeney jedoch nicht festlegen, er teilte jedoch mit, dass Teile der Boden-Crew Anfang Oktober zum Startplatz in Kindersley aufbrechen und erste Vorbereitungen treffen werden.
Explodierende Raketen säumen den Weg
Im August explodierte die unbemannte Rakete "Rubikon 1" bereits
beim Start. Auch die Rakete von "Armadillo Aerospace", die von
"Doom"-Entwickler John Carmack entwickelt wurde, ging 20 Sekunden
nach dem Start in Texas in Flammen auf. Einen Tag später erreichte
die einen Meter breite Rakete von Space Transport Corporation of
Forks 300 Meter Höhe, bevor sie explodierte.
Schwieriger Weg ins "private" Weltall"SpaceShipOne" bleibt Favorit
Unterdessen ist für den 29. September ein neuerlicher Start des "Space Ship One" geplant. Obwohl ein erster Flug erfolgreich verlief und das Raumschiff die 100-Kilometer-Marke überschritt, waren während des Fluges einige Probleme aufgetreten.
Hinter dem Projekt stehen die Raumfahrtlegende Burt Rutan und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen.
Das Team, in das rund 20 Millionen Dollar investiert wurde, gilt weiter als Favorit auf den Sieg.
Weitere Teams haben zwar Raumflugzeuge in Entwicklung wollen jedoch abwarten, wie "SpaceShipOne" sich nächste Woche schlägt, bevor sie in die finale Entwicklung gehen.
